Syllanische Händel

Von Den Kulten Gen Praios, II

Denn PHex, der Nächtliche, wird als Gott der Heimlichkeit verehrt. Sei es unter der rezenten Form des Glaubens an alle Zwölfe, alttulamsche Protoformen wie Feqz, der vielmehr auch Gott des Kampfes, vor allem wider das Echsische war, oder lokale Formen wie Perex, die Spinne, die im Südhimmel ihr Netz aus Sternen spinnt.

Man vermutet hinter all diesen Göttern wohl richtig, das eine Göttliche, oder aber ein Kontinuum von Göttlichkeit, dass sich aber der Echs, dem Menschen – und was auch immer da Kult treiben mag – in anderer Form zeigt.

Heimlichkeit und Gerissenheit stellen die prominentesten Züge dieser Göttlichkeit dar, feiner sind die Ausprägungen ins hesindsche, dass seine Ränke als Rätsel, dass verstanden sein will, auffasst, eine eigenwillige Form der Weitergabe von Wissen.

Auf dem Kreuzgweg zwischen beiden Kontinuum steht dann der demigöttliche Nandus, aber wir schweiften ab, suchten wir dies hier und heute zu ergründen. Ist als Tuur-Makash eine weitere Gestalt des heimlichen Gottes, den wir kennen als PHex?

Mitnichten. Denn wo PHex stiehlt, betrügt und blendet Tuur-Makash, und tragen sie doch beide Irreführung im Namen, so ist doch Ziel und Ethos der Täuschung in beiden Kulten zutiefst verschieden.

Tuur-Makash wird meist von denen verehrt, die wenig oder keine Macht über die eigenen Geschicke haben, und während sie auch spotten, verbleiben sie in gewisser Weise in dieser Rolle.

Eine Phexensjüngerin hingegen wird ihren Platz auf Dere zu transzendieren suchen, sei es im Geheimen und in der Mächtigkeit, die das Unwissen anderer verleiht, oder durch das geschickte Spiel mit Münze und Ware, sich den Weg in die Freiheit erkaufend.

Ein Kultist des Tuur-Makash jedoch sucht nicht unbedingt nach einem Ausweg aus seiner Lage, denn nur augenscheinlich ist sie eine rein missliche.

Die Verkehrung von Macht und Ohnmacht im Moment des Spottens und des Betrugs macht es unnötig, Macht über andere zu erlangen, wenn sie so leicht gegen die gewendet ist, die sie besitzt.

Notwendig ist Tuur-Makash also dem Boronglauben entgegen gesetzt. Für unsere nördlichen Leser sollte der Sonnengott PRaios als anderes Ende des Spektrums sinngefälliger zu verstehen sein. Desweiteren ist erwähnenswert eine trennende Unterscheidung zu machen zwischen…

Kachion al-Suleyman Kushtrak,
1029 HAL, Meridiana
Von Den Kulten Gen Praios, Beginn Zweites Kapitel, Auszug

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sylla

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